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Archive für Februar 2010
Offener Brief
22.2.2010 von MM.
Peter WernerLindenweg 983088 Kiefersfelden
Erde = Scheibe / Deutschland = demokratisch geführtes Land
Gott zum Gruß gewählte Volksvertreter,
Ich habe den Einen oder die Andere schon einmal gefragt, ob er / sie sich an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ erinnert – Kein Märchen, sondern Drama mit täglicher Aufführung. Und Sie und Du mittendrin. Nicht als Zuschauer, nicht Kaiser und erst recht nicht der Regisseur!Sie haben nach Ihrer Wahl zum Volksvertreter gelobt, beizutragen an Wohlstand und Frieden für die deutsche Bevölkerung und dem Land. Solange jedoch dieses korrumpierende und zerstörende Wirtschafts- und Finanzsystem mit seinem Schuld-Zins und der Geldschöpfung durch privaten Banken besteht, solange wird sich kein Frieden und kein Wohlstand für die Masse der Bevölkerung ( Weltbevölkerung ) einstellen. Sie als demokratisch gewählter Volksvertreter haben es mit in der Hand, eine grundlegende Umgestaltung zu veranlassen.HEUTE, JETZT IST DER BESTE MOMENT, ZU ERWACHEN!! SIE als gewählter Volksvertreter habe legitimierte Möglichkeiten, eine Änderung zu bewirken. Diese Brut aus der Hochfinanz, Mafia internationaler Konzerne, Volksvertreterkollegen und einige ranghohe EU/Staatsbedienstete, welche ihren Keller mit Leichen gefüllt haben und so zu parasitären Marionetten verkommen sind und bei diesem ganzen Betrug an der Bevölkerung mit Lügen und Verschleierungen mitwirken, müssen aus ihren Sesseln geworfen werden!Zum Weltfrieden NICHT durch Annexion anderer Staaten, sondern zum Beispiel durch die NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDUNG (NWO ) – ausgearbeitet durch den Unternehmer, Land- und Geldreformer Silvio Gesell ( 1862 – 1930 ).
Sie bewahrheitet die Vermeidbarkeit von Armut und Arbeitslosigkeit. Dass die NWO keine bloße Theorie ist, sondern mehrfach praxiserprobt, beweisen nachfolgende historisch belegte Gegebenheiten:- während der Brakteatenzeit ca. 1100Jh. – 1300 Jh. gibt es einen allgemeinen sozial- und marktwirtschaftlicher Wohlstand in Europa. Zahlungsmittel Geld, dass durch Hortung an Wert verlor. In diesen Zeitraum werden die heute noch stehenden schönsten und größten Kirchen / Kathedralen erbaut. Danach kam der soziale Abstieg für einen großen Teil der Bevölkerung einhergehend mit Armut und Arbeitslosigkeit durch Einführung der Veräußerung von Grund und Boden und Schuld-/Zinsgeld durch Privatiers.- Benjamin Franklin verhalf Neuengland - noch eine Kolonie der britischen Krone - zu Wohlstand und sozialer Ordnung mit dem Colonial Scrip und der NWO. Armut und Elend wurden erst dann für einen großen Teil der Bevölkerung Neuenglands zum Alltag, als das britische Parlament „Colonial Scrips“ verboten und Schuld-/Zinsgeld zwangseinführten. Ergebnis war der Aufstand der verelendeten und verarmten Bevölkerung, was verharmlost als Überfall einer Geheimorganisation als Bostoner Tea Party 1773 in die Geschichte einging.-
Die Insel Guernsey, westlichste Kanalinsel, versank 1815 nach Berichten Reisender im Morast kaum benutzbarer Straße und hatte eine durch Zinszahlung an Londoner Banken verarmte Bevölkerung. Mit Einführung eines eigenen Inselgeldes „ THE STATES OF GUERNSEY“ durch den damaligen Gouverneur Daniel de Lisle Brock konnten auf der Insel durch Freigeld und der NWO Investitionen getätigt werden und die Bevölkerung lebte im Wohlstand. Ab 1835, nachdem Londoner Banken durch Intrigen und Erpressung die Inselwährung auflösten / einzogen und zinsabhängiges Geld den Zahlungsverkehr regelte, gab es auch wieder englische Verhältnisse: Bittere Armut unter der Landbevölkerung und extremer Reichtum der Landbesitzer.- Wörgl / Tirol in Verbindung mit dem 1932 amtierten Michael Unterguggenberger als Bürgermeister. Dieser Bürgermeister bewies die Funktionstauglichkeit der NWO unter schwierigsten Bedingungen vor den Augen der ganzen Welt. Diese Blütezeit Wörgls ging als Wunder des Geldes in die Geschichte ein. Weltweit war die große Rezession mit Arbeitslosigkeit und Elend „zu Hause“. (Hunger, Krankheit, obdachlos) Eine große Anzahl an Dörfern und Städten ( ca. 500 ) wollten in der Zeit der großen Rezession der 1930er Jahre darauf hin die NWO mit Freigeld und Freiboden ebenfalls vollziehen, für Arbeit und Wohlstand ihrer Bevölkerung. Dieser Vollzug wurde jedoch von den Banken und der Elite des Großkapitals über die Politik und den politischen Kräften brutal unterbunden.Der IWF in seiner derzeitigen Ausübung ist KEIN Segen für die (Welt)bevölkerung! Schuldgeld und die Macht der „Zinseszinsler“ drückt die Menschen bei deren Entfaltung zu Wohlstand und Vollbeschäftigung ohne Wachstumszwang nieder. Wenn Andere durch Mehrarbeit und Armut mir mein Luxusleben ermöglichen, ist das eine spitzenmäßige Einrichtung und man hat sich ja auch daran gewöhnt.
WENN SIE SELBST, der diese e-mail liest, als Bürger und Gast dieses Planeten von der Erkenntnis des Herrn Silvio Gesell als auch der Durchführung des Freiverkehrs durch Herrn Bürgermeister Michael Unterguggenberger von Wörgl/A überzeugt und begeistert sind, geben Sie doch Ihre Einsicht weiter. (Es lebe die Mundwerbung!) Wenn Sie möchten, und es ist erlaubt, hängen Sie dieses Schreiben an das „Schwarze Brett“ Ihrer Parteiniederlassung oder im Vereinslokal oder …Der Hochfinanz mit ihrem im Schlepptau das internationale Syndikat multinationaler Konzerne darf nicht länger erlaubt bleiben durch ausbeuterische Finanz- und Wirtschaftspraktiken diese wunderbare Erde mit all der Vielfalt seiner Bewohner weiter zu plündern, zerstören und zu unterjochen.
DANKE Peter Werner
Nachtrag: Einen schönen Tag Herr Westerwelle, Ihre Aussage bezüglich „Harz-4-Empfänger“ mag im Ansatz richtig sein, nur sollten Sie genau so vehement auf das parasitäre, korrupte, Staatswesen zersetzende Verhalten von Volksvertreterkollegen hinweisen.
Peter Werner Kiefersfelden, 12.02.2010
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Ergokratie vs Freiwirtschaft
19.2.2010 von MM.
Wie von der Schriftleitung der „Rundbriefe Freiwirtschaft“ vorgesehen, wird die Auseinandersetzung mit der Lämmel-Herde hier fortgesetzt. Wir beweisen damit, daß wir eine Auseinandersetzung mit diesen Leuten nicht scheuen, ganz im Gegensatz zu ihren ständig wiederholten unwahren Behauptungen. Daß sie imgrunde vollig zwecklos sind, wissen wir seit langem. Aber da wir immer wieder festellen mußten, daß der Herr Lämmel Schweigen als Sieg seiner Sache auszulegen pflegt, werden wir jetzt den Streit so lange fortsetzen, wie es nötig scheint und er von selber aufgibt.
Wir hoffen, daß an dieser Fehde auch die Leser Vergnügen haben und Lehren daraus ziehen.
I. Runde: Lämmels fatale Schwäche
von Georg Kausch
Dipl. Volkswirt Albert Lämmel hatte bekanntlich einen offenen Brief an Dr. Fuders, Erlangen, geschrieben, in dem er in infamer Weise gegen uns Freiwirte und Silvio Gesell herzog. Die Polemik, die ich gegen seine verlogene Darstellung schrieb, muß als Volltreffer bei Lämmel eingeschlagen haben, denn er wirft in seiner unbeherrscht protestierenden Zuschrift in Nr. 38 Anstand und Sachlichkeit in den Wind. Den Wortschatz seiner Schmähungen hat er diesmal um seine neueste Erfindung bereichert; befördert er sich doch zum : „Entlarver des schizophrenen Anarchisten Gesell.“
Aber Ihre geschmacklose Schimpftirade hilft nichts, Herr Dipl. Volkswirt Lämmel, es stehen immer wieder aufrechte, gescheite Menschen für Silvio Gesell und seine unwälzenden Erkenntnisse auf, nicht nur Georg Kausch oder Dr. Fuders, zahllose Professoren, Gelehrte bis zum einfachen Werktätigen- in Gegenwart und Vergangenheit- sind zu nennen. Dagegen haben Ihre verblichenen Lehrmeister Färber und Feder solche Zeugen nie aufzuweisen gehabt, beide sind fast vergessen. Sogar Adolf Hitler, der die Macht hatte, seinem Mitparteigenossen und „Alten Kämpfer“ Dipl Ing. Gottfried Feder die Währung des Deutschen Reiches anzuvertrauen, „Volksgeld“ und „Brechung der Zinsknechtschaft“ durchzusetzen, tat das eben nicht. Warum nicht? Ich habe schon immer vermutet, daß Hitler die Feder´schen „Theorien“ von Anfang an als Humbug durchschaute. Mißerfolge haben Lämmel freilich niemals erschüttert oder nachdenklich gemacht, er streitet unbeirrt weiter, was kein Lob für ihn und den Wert seiner Sache darstellt.. Zur Täuschung der Massen (und zum Kampf gegen die Freiwirtschaft Gesells) war Altnazi Gottfried Feder freilich ein brauchbares Werkzeug. Genau wie Dipl. Volkswirt Albert Lämmel- sicher ahnungslos!- bis heute nur dazu dient, Silvio Gesell schlecht zu machen, um intelligente Menschen, die nach der Lösung der sozialen Frage suchen, von der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem kapitalistischen Geldsystem, der Bodenfrage, der Ausbeutung und ihrer Überwindung abzuhalten.
Lämmels wütende Ausfälle gegen Gesell (und mich) offenbaren uns die Schwäche seines ideologischen Gerüstes, er möchte zwar alles besser wissen, kann es aber nicht, weil er die dummdreisten Feder-Ideen zu einer wissenschaftlichen Erkenntnis erhebt. Aus Irrtümern folgen zwangsläufig psychische und schriftstellerische Fehlleistungen.
Lämmel weiß als Volkswirt, daß die Quantitätstheorie das Grundgesetz der Geldwirtschaft ist. Er kann nicht wagen, sie öffentlich zu bestreiten ohne sich lächerlich zu machen. Also versucht er sie abzuwerten: „Kauschs Steckenpferd“, setzt Quantitätstheorie in Anführungszeichen. Und gibt sich arrogant: „Kausch hat noch gar nicht bemerkt, das dies erst ein Faktor wurde durch das Zinssystems des Geldes.“
Was für ein unsinniges Geschwätz! Wer herausfindet, was Lämmel beweisen oder bestreiten wollte, bekommt mein Buch geschenkt! Die Quantitätstheorie, volkstümlich Gesetz von Angebot und Nachfrage genannt, ist so unleugbar wie Newtons Gesetz der Schwerkraft.
Lämmel spürt insgeheim die tödlich verwundbare Schwachstelle seiner Sache, die ihm mit der Anerkennung des Quantitätsgesetzes droht: Die „Volksgeld“- (theorie?-nein! –lehre?- auch nicht! -propaganda? – vielleicht! –utopie? gewiß!) verschwindet spurlos wie eine Fata Morgana, wendet man das Gesetz von Angebot und Nachfrage darauf an- und daran geht kein Weg vorbei. Es ergibt sich ja gerade aus der Quantitätstheorie, daß nienamd ungestraft das Tauschmittel Geld als Steuergeld ins Volk streuen darf, für welche Zwecke auch immer. Jegliche Ausgabe von Geld, das die Warennachfrage auf dem Markt übersteigt, löst unmittelbar Preissteigerung, Inflation aus.
Die Quantitätstheorie reicht um Lämmels „Volksgeld“ als Volksbetrug zu desmaskieren!
Lämmels Gefolgsmann Dr. Bohn hat in seinen Aufsätzen, die in den Rundbriefen Freiwirtschaft abgedruckt wurden, sogar eine planmäßige Inflation befürwortet. Daß er damit ungewollt die Quantitätstheorie anerkannte, kam ihm erst nach meiner Erwiderung zum Bewußtsein, worauf er beschämt einen flotten Rückzieher hinlegte. Er meinte allen Ernstes, man könne Inflation machen, „ohne daß das Volk geschädigt wird.“ Reiner Blödsínn, so etwas zu behaupten. Mir ist nicht bekannt, ob Lämmel mit Dr. Bohn übereinstimmt, aber daß der so etwas schrieb, schreiben durfte, genügt zu erkennen, wie oberflächlich, widersprechend und wissenschaftlich haltlos die Färber-Feder-Lämmel-Bohn-etc….“Geldtheorien“ sind, wie wenig sie der Kritik standhalten. Aber das ist typisch im Lämmel-Zirkel: Außerstande, Ursache und zwangsläufige Wirkung zu begreifen! Dennoch drängen sich Lämmel und seine wenigen Freunde ständig an uns heran, während sie uns niemals Zugang zu ihren eigenen Veröffentlichungen gestatten! Wenn mein Gesinnungsfreund sie als feigen Klüngel sah, der aus Angst vor Bloßstellung und unbequemer Erkenntnis sich hinter selbsterrichteten Barrikaden verbirgt, muß ich ihm Recht geben.
Dazu rechne man Lämmels Bestreben, alles von mir Gesagte so mißzuverstehen, daß er es ins Gegenteil verkehren kann.
Da hatte ich geschrieben: „In seinem Alter noch schreiben zu müssen, dazu so schlecht und fehlerhaft, weil der bezeichnete Nachfolger es offenbar nicht kann, das ist bitter.“
Und Lämmel tobt: „Besonders schmutzig ist Kauschs Behauptung, Nachfolger Uwe Krumrei könne die Briefe nicht schreiben, weshalb Lämmel, 93jährig, die Korrespondenz erledigen müsse.“
Herr Lämmel darf sich abregen. Er phantasiert. Nirgendwo habe ich seinem Nachfolger Dummheit oder Unfähigkeit unterstellt, Korrespondenzen zu erledigen. Vielmehr wird von mir behauptet, daß sein Nachfolger NICHT „so schlecht und fehlerhaft“ wie Herr Lämmel schreiben KANN. Das nehme ich zu seinen Gunsten an. Ein Beweis steht aus, denn wir haben noch nie ein geschriebenes Wort von ihm gesehen bzw. erhalten.
Ich vermutete die Situation ganz anders als Lämmel unterstellt, nämlich daß der Nachfolger Herrn Lämmels Haßtiraden entartet, ungezogen, unsinnig, flegelhaft, verlogen, rufschädigend findet, in diesem Lämmelschen Schmähzirkus aus innerem Anstandsgefühl nicht mitspielen KANN und sich mit Rücksicht auf das hohe Alter Lämmels zurückhält. Daß er also anders denkt als Lämmel wünscht und erhofft, was wir, wenn dem tatsächlich so ist, herzlich begrüßen würden. Es könnte ja sogar sein, daß dieser Nachfolger sich fragt, ob nicht hinter Lämmels wilden Beschimpfungen Gesells, meiner Person und der Freiwirtschaft ein Unterdrückungs-Komplex zu suchen wäre, die praktische und theoretische Unhaltbarkeit des Volksgeldglaubens einsieht, also das Gegenteil wahr und einer objektiven Nachforschung wert wäre.
Wie gesagt, in Lämmels Briefen und Schreibereien erblicken unbeabsichtigt Dinge das Licht, die er besser für sich behalten hätte. So deutet er zu guter Letzt an, daß er mit dem wohlbekannten Freisozialen Johannes Schumann gestritten hatte. Das muß wenigstens 40 Jahre zurückliegen und deshalb wissen wir davon leider nichts. Hans Schumann, der für die Freiwirtschaft vor 1933 in der SPD gekämpft hatte, kannte natürlich die Ablenk-Propaganda Feders schon aus Gegensatz zum Nationalsozialismus. Ich kann mir gut vorstellen, daß Schumann, im politischen Kampf geschult und mit überlegenem Wissen in der Fehde Albert Lämmel mehr als einmal überwunden und überrundet hat. Lämmel verschweigt wer Sieger war- er kann es also nicht gewesen sein. Aus seiner Bemerkung läßt sich jedoch entnehmen, daß Hans Schumann Herrn Lämmel am Ende gründlich verachtete. Schumann erkannte wahrscheinlich, was anderen auch auffiel, daß Dipl. Volkswirt Lämmel erfahrungs-, lern- und denkresistent ist. Darum wird er niemals ablassen, Gesell und die Freiwirtschaft zu schmähen so lange er lebt.
2. Runde
Viele Wochen sind vergangen, seit wir hier die Fehde mit dem Lämmel-Kreis weitergeführt haben. In dieser Zeit erhielten Herr Lämmel und seine Anhänger Gelegenheit, zu der Streitschrift „Runde 1: Lämmels Schwäche“ Stellung zu nehmen. Dies ist im blog ausdrücklich vorgesehen. Wir wissen mit Bestimmtheit, daß sie im Lämmel-Kreis bekannt geworden ist.
Aber da dieser schweigt, verfällt die erste Runde wegen Versäumnis von Herrn Lämmels „Volksgeldbewegung“.
Hiermit setzt Georg Kausch die Auseinandersetzung fort mit der
Runde 2: Haß macht schlecht und blind
Hurra, wir haben‘s endlich erreicht:
Zwei große und durchweg sachliche Debatten zwischen Freiwirtschaft und Volksgeldleuten hat Herr Diplom Volkswirt Lämmel seiner Anhängerschaft konsequent vorenthalten. Sie hätte ja daraus entnehmen können, daß Lämmels Volksgeldidee fatale Schwächen und Widersprüche aufweist, Gesells Freiwirtschaft dagegen recht scharfe Zähne und Klauen besitzt, vor denen sogar ein Dr. Bohn den Rückzug antrat.
Den dritten Schuß, der als bewußte Polemik gegen Lämmel und seine haßerfüllten Schreibereien gerichtet wurde, konnte er nicht unterdrücken ohne sich vor seiner Gefolgschaft eine Blöße zu geben.
Und darum hat er diesen Teil unserer fortgesetzten Fehde in seinem „Volksgeld-Rundbrief ¾.09“ abgedruckt und beantwortet. Wobei er, nicht zu verwundern, auch bei dieser Gelegenheit seinen Haß gegen die Freiwirtschaft wieder einmal austobte.
Wie oben festgestellt, ist er bereits überholt. Wer sich unterrichten will, lese das auf unserer website www.deutscher-freiwirtschaftsbund.de im Februar-Archiv nach.
Eine sachliche Erwiderung bzw. Widerlegung meiner Polemik hat Lämmel nicht geschafft.
Denn wenn wir unwiderlegt feststellen konnten, „Lämmel weiß von Krisen, Konjunkturen und ihren Ursachen gar nichts“, dann spürt der Volksgeld-Anhänger, der sich einen Rest von Skepsis bewahrte, daß die Feder-Färber-Lämmel-Thesen Mängel aufzuweisen scheinen, welche mit Schmähreden gegen Gesell, oder sei es, Keynes, Fisher usw. nicht wegzuwischen sind.
Lämmel schweigt hartnäckig, fragt man ihn, ob er das Quantitätsgesetz der Wirtschaft anerkennt oder leugnet. Nie beantwortet er die Frage, ob sein „Volksgeld“ dem Quantitätsgesetz gehorchen muß, worin „Volksgeld“ sich vom kapitalistischen Dauergeld unterscheidet. Er hat sich auch nicht zu der Frage geäußert, ob mit „Volksgeld“ Inflation- also Währungsbetrug- möglich oder gar, wie wir behaupten, zwangsläufig ist. Ob mit „Volksgeld“ Wirtschaftskrisen „ausbrechen“ können. Oder daß es mit „Volksgeld“ Möglichkeiten der Volksausplünderung gibt, die seine Lehrmeinung grundsätzlich nicht erfasst.
Wir denken an die Zeit des von Lämmel gepriesenen Nationalsozialisten Gottfried Feder.
Lämmel muß aufgrund seines Alters die Hitlerzeit mit vollem Bewußtsein erlebt- und überlebt haben, man fragt sich nur wie. Offensichtlich hat er nichts daraus gelernt, denn er streitet ja heute noch für die gleiche Geldpolitik die auch Hitlers war. Der hat unbestritten die Feder’sche These im wichtigsten Punkte ausgeführt: Nämlich Geld zu drucken, es als Steuergeld unter das deutsche Volk zu streuen, um damit Staatsaufträge- Parteibauten, Autobahnen, Rüstung- zu bezahlen. Das gab (laut Quantitätsgesetz!) eine saftige Inflation.
Dazu eine Frage, Herr Lämmel, Sie werden es wissen: Logenbruder Schacht hat doch die Nazi-Staatsmaschine zinsfrei mit Geld beliefert? So wie es Ihre „fundierten Volksgeldthesen“ vorschreiben?
*
Nach alledem was Lämmel vorträgt, bedingen seine „fundierten Thesen“ die volle Übernahme der Macht im Staate als Voraussetzung, die erforderlichen Gesetze für Volksgeld, Kreditverbot, Steuerreform usw. zu erlassen und mit Polizeigewalt durchzusetzen. Es werden politische Umstände erhofft, von denen niemand weiß und wissen kann, wann und ob sie überhaupt durchsetzbar sind! Bis dahin kann der Einzelne, soweit ich sehen kann, mit Volksgeldtheorien nichts, gar nichts tun, um seine persönliche wirtschaftliche Lage zu verbessern. Wozu also soll man sich für eine Sache einsetzen, von der man so wenig hat wie vom kommunistischen Paradies, das der nächsten Generation versprochen wird?
Kritik am System gibt es in Mengen, dazu braucht niemand Lämmels Briefe und Aufsätze. Die Netzseite www.volksgeld.de ist seit Monaten leer. Das Volksgeld-Schrifttum besteht aus sechs kümmerlichen Broschüren, mindestens 1/3 Haßtiraden gegen Gesell. In den „Volksgeld statt Leih-und Zinsgeld“-Rundschreiben schimmert deprimierende Hoffnungslosigkeit durch.
Wo landeten wohl der in ¾.09 abgedruckte Brief Lämmels an die „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin“ bzw. der andere, ebenfalls abgedruckte Brief an die SPD? Im Abfallkorb der Bonzen natürlich! Jeder nüchtern denkende Mensch weiß um die Zwecklosigkeit solcher Übungen. Der Lämmel-Herde muß man aber zeigen, daß etwas geschieht, nach der Maxime: Etwas Dummes machen ist besser als gar nichts machen.
Die Sozialisten-Marxisten lehrten den Arbeitern durch Gewerkschaften und Streiks ihre Lebenslage zu bessern. Das war natürlich falsch, konnte und sollte dem Kapitalsystem nicht schaden. Mit Feder‘scher Theorie im Kopf besteht für den Schaffenden überhaupt keine Möglichkeit, sich gegen die Ausbeuter zu wehren. Lämmel weiß nichts dem „Volksgeld“-Anhänger zu raten, welchen Nutzen er aus der Anwendung der Feder-Färber-Lämmel-Theorien für sein jetziges Leben gewinnt. Die „Volksgeldbewegung“ bietet dem Arbeiter, Unternehmer, Beamten keinen Ratschlag für sein Überleben im Wirtschaftskampf.
Die Schüler Gesells sehen das und verurteilen die Feder’schen Thesen als Humbug, weil die das Wesen des Kapitals verkehrt erklären und eben daraus irrtümliche Folgerungen ziehen!
Die Geld- und Wirtschaftslehren Gesells sind theoretisch UND praktisch weit besser begründet. Gesells Lehre beurteilt das kapitalistische System in allen wesentlichen Punkten widerspruchsfrei (Widerspruch Lämmels bedeutet sowieso nichts). Sie läßt sich täglich an den Wirtschaftzuständen prüfen. Man braucht nicht auf den Tag X zu warten, der vielleicht zu seinen Lebzeiten nicht kommt.Gesell gibt dem Arbeiter praktische Ratschläge, die Ausbeutung im kapitalistischen System wenn nicht zu verhindern, doch zu mindern. „Die Arbeiter sollen heute schon ihren Lohnbeutel gegen die Schmarotzer abdichten.“, schrieb Gesell. Mehr noch, seine Lehren zeigen dem Klugen, es zu seinem Vorteil zu nutzen.
Der Gesell-Schüler nutzt die Konjunktur, indem sie Sparen ermöglicht und er die Geldentwertung durch Sachwertbeschaffung (Haus, Land) in seinem Bereich überwinden kann. Dazu gehören z.B. kurzfristige Kredite, die in solcher Zeit die Banken eifrig geben. Er zahlt stets bar und lehnt Kreditkarten ab. Er wird sich nicht inmitten einer Großstadt niederlassen, wo die Grundrenten (Bodenpreise, Mieten) unverschämt hoch sind, sondern einen Wohnort aussuchen, wo es weniger Wettbewerb gibt. Er rechnet sich aus, was er an Fahrtkosten zusetzen muß und an Grundrentenkosten auf die Dauer weniger ausgibt. Er kann in Aktien, Land und Wertpapieren „investieren“ und durch Beobachtung der Basispreise ziemlich sicher den richtigen Augenblick finden, mit einer angereicherten Börse auszusteigen. Das heißt, er kann sich auch als kleiner Mann Vermögen schaffen. Er weiß sich schwankenden Wirtschaftslagen anzupassen, um am Ende viel besser dazustehen als die Zeitgenossen, die sich ahnungslos verspekulieren oder für geistlose Unterhaltungsbedürfnisse das sauer verdiente Geld aus Tasche ziehen lassen.
Wenn wir trotzdem nicht mit bloßem persönlichen Gewinn durch Gesells Lehren zufrieden sind, sondern für unser ganzes Volk etwas Besseres erstreben, dann kommen damit unsere Instinkte und sittlichen Werte zum Tragen. Sie bestimmen uns, an das Wohl unseres Volkes zu denken, dessen Teil wir sind und ohne das es keine Zukunft hat. Wir wollen, daß die Natur wieder zu ihrem Recht kommt, nicht nur in der ausgeplünderten Umwelt, sondern im Menschen selbst. Auch daran hat Gesell gedacht: Dieses Programm steht im Vorwort zur dritten Auflage der Natürlichen Wirtschaftsordnung. Darum setzen wir uns für die Gesell´schen Reformen Freigeld und Freiland ein: Wir erstreben den Aufstieg unseres Volkes durch die ausbeutungsfreie Volkswirtschaft.
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Armutsgrenze
18.2.2010 von MM.
Aus der Rheinzeitung vom 18.2.2010
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GEHEIMTREFFEN IM KANZLERAMT: DIE PRESSE SCHWIEG
18.2.2010 von MM.
17. Februar 2010aus: http://www.berliner-journalisten.com/blog/Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 10:38In der Süddeutschen Zeitung vom 16.2. findet sich ein Beitrag von Jakob Augstein, dem Herausgeber der Wochenzeitung Der Freitag. Die Ausführungen beschreiben ein Treffen junger Journalisten mit der Kanzlerin. Augstein wörtlich: ” Was Angela Merkel da gesagt hat, war nur scheinbar von ergreifender sprachlicher und gedanklicher Schlichtheit. Es war bezeichnend dafür, dass Journalisten und Politiker sich heute mitnichten als Gegner verstehen, sondern als Partner.Merkel hat zu den Journalisten geredet als seien sie Mitarbeiter einer Abteilung im Kanzleramt. Und wenn man es sich recht überlegt, kommt man zu dem Schluss: Ja, so sehen sich mehr und mehr Journalisten auch selbst. Und wenn das so weitergeht, dann braucht man in der Tat keine Journalisten mehr. Dann tun Pressesprecher es auch.”Im Folgenden kommt Augstein auf einen Vorfall zu sprechen, der bisher wenig Beachtung in den Medien fand:Merkels Einladung der Chefredakteure“Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.” (Berliner Journalisten berichtete am 2.2.09 über dieses Geheimtreffen.)“Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: “Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats”löhne” das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.”Jacob Augstein: “Wenn Journalisten ihre Unabhängigkeit verlieren, werden sie zu Dienern. Zu Staatsdienern. Solche Journalisten braucht kein Mensch.”
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Schnee in Kopenhagen
17.2.2010 von MM.
Die Kopenhagener Klimakonferenz sollte offenbar eine Weihnachtsgabe an die Welt werden, aber sie hat nicht mehr als ein paar unverbindliche Phrasen fertiggebracht.:Was kann eine Massenversammlung von 2000 „Delegierten“ außer Reden und Zuhören schon leisten? Nur die dänischen Hotelbesitzer werden sich gefreut haben, die dänische Polizei besserte ihr Gehalt mit vielen Überstunden auf und nahm in Kauf, dafür einige Prügel zu beziehen. Aber sonst? Die Öffentlichkeit war durch die, wie üblich ausgearteten, Demonstrationen FÜR klimatische Aktion- sonst sind sie ja immer dagegen-. überhaupt nicht zu interessieren gewesen. Kann es sein, daß die Menschen einen Riesenbetrug spürten? Hier eine Stimme aus England, telegraph.co.uk:
„Es stimmt, tausende Parasiten, Politiker, billig gekaufte Wissenschafter sind planmäßig in Dänemarks Hauptstadt zusammen gekommen. Aber für die Klima-Kumpane wurde es es zu einem Leichenbegängnis. Sie selber spüren, daß irgend etwas nicht stimmt. Sie schreien und schäumen hysterischer denn je zuvor- aber die Welt hört einfach nicht hin.
„Klimapleite“ ist der Elefant im Saal, das Skelett auf dem Podium. Klima-Skepsis sollte längst ausgerottet sein, statt dessen hat sie die Mehrheit bekommen. Es ist einfach unwahr, daß Britannien in dieser Frage 50-50 gespalten sei, obwohl dies bereits eine Niederlage der Klima-Wärmer bedeutet. Befragungen ergaben vielmehr, daß die Verneinung eher bei 60% liegt, und das vor der Klimakonferenz.
„Die Parole lautete: Vom Menschen verursachte Erwärmung der Erde ist eine festgestellte Tatsache und alle Einwendungen dagegen verdienen keine Erwiderung.
Jetzt merken die Erwärmungs-Theoretiker, daß sie auf den Hintern gefallen sind, sie finden sich in der Defensive. Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, Energie-Staatssekretär Ed Milliband würde zur Eröffnung der Kopenhagener Konferenz gestehen, daß es eine „ungeheuer schwere Aufgabe“ sei, die Menschen von der „Erderwärmung“ zu überzeugen.
„Aber es steckt mehr hinter dem unüberwindlichen Skeptizismus der Öffentlichkeit…. Sie begriff, daß hier eine Hinterlist zum Vorschein kam, aber nicht um die Erde zu retten.“
„Der Bandit Soros enthüllt 100 Milliarden-Klima-Plan“ nach Al Jazeera, 11-12-09:
„Zu der (Kopenhagener) Konferenz erklärte George Soros: ´Ich habe einen Weg gefunden daß jemand zahlt- man muß nur die riesigen Rerserven mobilisieren, die jetzt brachliegen… Die ganze Konferenz braucht nicht zu scheitern, dieser 100-Milliarden-Dollar-Schatz würde die Konferenz in einen Erfolg verwandeln.
‚Soros sagte, daß er eine Milliarde seines eigenen Vermögens von 25 Milliarden verfügbar machen würde, um sie in Kohlenstoff-freie Unternehmen zu investieren.‘
‚Andere Vorschläge zur Finanzierung des Klima-Problems, die zur Diskussion stünden, seien ein internationaler Steuerzuschlag auf Brennstoffe für Landtransport, Schiffs- und Flugverkehr und eine Steuer auf reiche Nationen, die Kohlenstoff emittieren, Rechte oder Guthaben für Länder im Verhältnis zur ihrem Beitrag zum Klimawandel und ihrer Fähigkeit zu zahlen.“
Erst sprach man vom Treibhauseffekt, dann von Erderwärmung, jetzt vom Klimawandel.
So wie die stete Änderung der Sprachregelung, war es ein langer Weg für die Globalisierer bis Kopenhagen. Ihre Bestrebungen haben eine Vorgeschichte- sie beginnt Anfang der 90er Jahre.
„Im Jahre 1991 wurde eine Denkschrift von dem „ Ecosoeconomisten“ Professor Ignacy Sachs der „Vereinten Nationen Konferenz zu Umwelt und Entwicklung“ (UNCED) vorgelegt.
Ignacy Sachs zeigt eine Strategie auf, mit der man im Namen des Umweltschutzes im Laufe von 35 oder 40 Jahren Reichtum erlange. Wie es sich herausstellte, ist es eine Vision: Schritt für Schritt zur Weltdiktatur.“
Sofort traten andere an, in diese Kerbe zu hauen und sie konsequent zu erweitern:
Stephen Schneider, Stanford Professor für Klimatologie:
„Wir müssen umfassende öffentliche Unterstützung erhalten, um die Phantasie der Allgemeinheit einzufangen…Wir haben ein Drehbuch erschreckender Ereignisse anzubieten, machen dramatische Vorhersagen, erwähnen wenig von Zweifeln. Jeder von uns muß den Ausgleich zwischen Wirksamkeit und Ehrlichkeit selbst entscheiden.“
Prompt griffen die zu 96% weltweit von Multimillionären und -milliardären gesteuerten Medien das ihnen aufgetragene Thema auf. Wer erinnert sich nicht an die immer wieder nachgedruckte Titelzeichnung des „Spiegel“, die den unter Wasser stehenden Kölner Dom darstellt? Die erhoffte Panik blieb allerdings aus. Es geht halt nicht immer so, wie die Lenker der veröffentlichten Meinung erwarten.
Als nächster Schritt wurden die „maßgebenden“ Politiker instruiert. Das geschieht bekanntlich auf den berüchtigten Bilderberger-Treffen. Die Verhaltensrichtlinien der kommenden Ereignisse („es geschieht nichts in der Politik zufällig“)werden dort festgelegt, und sie sind, da auch die sogenannten Oppositionspolitiker nicht fehlen dürfen, bei Strafe des Sturzes, unbedingt auszuführen. Die erste Bilderberger-Konferenz in Richtung weltweiter Sondersteuer zum Klimawandel im Sinne des George Soros fand von 20.Mai bis 2.Juni 2002 in Chantilly, Va. USA statt. „American Free Press“ berichtete darüber u.a.:“Bilderberg hat mehrere Optionen: Eine weltweite Steuer von 10cent pro barrel an der Ölquelle, ein Aufschlag zum Luftverkehr und der Seefahrt und eine Abgabe für grenzüberschreitende Geldüberweisungen.“ Vor sieben Jahren war offensichtlich noch Vieles im Fluß, aber es hat sich seitdem konsolidiert.
Wie es sich in Kopenhagen herausstellte, waren die bekanntesten Politiker wie Obama, Sokozy, Brown, Merkel, auch weitgereiste Quatschköpfe wie Australiens Premierminister Rudd ganz besessen von der Idee, ihren eigenen Völkern die Sondersteuer der Einweltler aufzuzwingen und der Mehrheit, die sich mit Rücksicht auf die Stimmung daheim zurückhielt, ein Beispiel ihrer Mißachtung des Volkswillens und zugleich physikalischer Gesetze zu geben.
„“The Independent“ notierte, daß das Kopenhagener Rahmenwerk Rechnungstricks im ENRON-Stil anwendet, um einen Eindruck von Karbondioxyd-Einschränkung zu erwecken, der gar nicht stattfindet. Eine Untersuchung der Stanford Universität ergab, daß es die zu finanzierenden Reduzierungen entweder nicht gibt, sie nicht funktionieren oder sowieso geschehen.“
„Beispielsweise emittiert der Vulkan Ätna auch ohne Zeichen besonderer Tätigkeit täglich etwa 50 000 Tonnen Kohlendioxid und eine um ein Vielfaches höhere Menge an Wasserdampf.“ Nur ein Vulkan- und es gibt viele größere als Ätna!
„Die UN und ihre Zweige, die den Krieg gegen die weltweite Erwärmung verkünden, sagen offen, daß der Preis dafür Billionen von Dollars sein wird.“
Damit ist die Katze aus dem Sack. Geld kann nicht verschwinden. Wenn wir, das Volk, für den angeblichen Klimawandel bezahlen sollen, dann gibt es andere- wen?- die dieses Geld in ihre eigene Tasche stecken. Wir haben es mit einem langfristig geplanten Betrugsmanöver zu tun, das sich würdig an die früheren, noch nicht ganz vergessenen Milliardenraubskandale anschließt.
Das würde auch erklären, warum diese Kreise an einem wirklichen Schutz von Erde, Natur, Arten und Umwelt gar nicht interessiert sind. Und den Kampf darum dem Volk überlassen. Wen empört nicht in solcher Lage eine Meldung wie diese:
„Von 2000 bis 2006 wurden 150 000 km2 (so viel wie ganz Griechenland) des brasilianischen Regenwaldes gerodet. Laut Greenpeace ist die Massenviehhaltung der amerikanischen Schnell-Freß-Industrie (McDonalds usw) dahinter. Sie gewinnt damit Land, das praktisch nichts kostet.“ Gleichermaßen drängt sie zehntausende kleiner Bauern und Farmer aus ihrem Besitz.
Ähnliches geschieht in Indonesien, Südasien, Afrika.
Die internationale Schnellfraß-Industrie ist ein Milliardengeschäft. Die Erdöl-Industrie ist ein weit größeres, profitträchtigeres und (ebenso) mörderisches.
Kann die Verwüstung der Erde (im wahren Sinne des Wortes) in den letzten hundert Jahren nicht weniger schuld daran sein, daß der Kohlendioxid-Anteil in der Luft gestiegen ist? Wenn die nördliche Halbkugel mit Schnee und Eis bedeckt ist, stellen ihre Wälder die reinigende Tätigkeit ein. Die tropischen Regenwälder, die aushelfen können, aber werden zerstört- aus Profitgier.
Es ist nicht der Mensch an sich, der die Welt durch seine Schlechtigkeit zerstört.
Es ist das kapitalistische System, das den Erdball zugrunde richtet. Das Leben unserer Erde hängt von der Natur ab, aber ein Geschäft interessiert nur, wenn es Zins einträgt. Natur- und Umweltschutz bringt dem Kapitalsystem nichts, also gibt es dafür nichts. -Georg Kausch -
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Politische Geheimpläne und Massenhysterie
17.2.2010 von MM.
Der Fall des angeblich missglückten Flugzeugattentats beschäftigt seit Weihnachten die Weltöffentlichkeit unaufhörlich. Wir erkennen darin einen Propaganda-Feldzug, in dem bedenkliche politische Absichten den Hintergrund bilden. Um das Thema am Kochen zu halten, werden ständig neue, sich widersprechende „Enthüllungen“ nachgeschoben. Da sollen Geheimdienste versagt haben (peinlich, peinlich), doch haben sie schon alles gewußt, aber nicht gehandelt, es sollen leider Fehlhandlungen vorgekommen sein, die Sicherheit auf den Flughäfen sei mangelhaft gewesen (peinlich, peinlich) oder doch nicht, Obama hat vor der Öffentlichkeit die „Verantwortung“ für den Vorfall übernommen (reiner Blödsinn) und „Anordnungen“ getroffen , so geht es fort. Kurz, die Öffentlichkeit wird mit dem Attentatsthema täglich neu berieselt.
Eines hat sich schon herauskristallisiert: „Jemen“ steht im Mittelpunkt der ganzen Aufregung. Die USA fühlen sich jetzt auch von dem Kameltreiberland Jemen bedroht, weil dort der nigerische Neger Farouk Abdulmutallab geheime Verbindungen zu Al Quaida knüpfte. Die Lage dort wird als gefährlich für die ganze Welt dargestellt. Jemens Regierung (natürlich keine Demokratie, sehr übel) bedroht und machtlos: Houthi-Aufstand, islamische Verschwörungen gegen Demokratie und Freiheit,. Al Quaida in Jemen vor der Machtübernahme, nach Afghanistan, Irak, Iran neue Verwicklungen im Orient. Osama bin Ladin, lebendig oder tot, lässt grüssen. Wenn Friedens-Nobelpreisträger Obama nicht bald etwas einfällt, steht einer neuer Kriegsschauplatz in Aussicht..Jüngste Gallup Befragung von US-„Bürgern“: 70% sind für Eingreifen der USA in Jemen, 28% dagegen, 2% ohne Meinung. Deckt sich ungefähr mit der katastrophalen Unbildung des US-Bürgers, wo 90% gar nicht wissen, wo Yemen, Afghanistan, Irak, Iran oder Korea überhaupt liegt. Man darf aus der Umfrage entnehmen (auch wenn sie gefälscht ist), daß der vorgebliche Selbstmordbomber seinen Auftrag glänzend erfüllt hat. Aber… er hat die Bombe doch gar nicht gezündet?
Ob er tatsächlich dazu entschlossen war, und ob er technisch durchführbar war, bezweifele ich. Mit 80 Gramm Sprengstoff um den Oberschenkel gewickelt, kann man sich wohl das Bein abbrennen (grausige Vorstellung) aber unmöglich ein Passagierflugzeug sprengen. Der Flugzeugrumpf ist der flugtechnisch unwichtigste Teil. Bekanntlich sind mehrfach große Flugzeuge weitergeflogen und glatt gelandet, denen fast der halbe Rumpf irgendwie weggerissen worden war!
Folgerung: Die Al Quaida Berater Farouk Abdulmutallabs haben wie Idioten geplant und gearbeitet. War der Attentäter, der sich auf die vorgestellte Weise umbringen sollte, ein Idiot? Sein Vater ist der Wirtschafts- und Finanzmachthaber Nigerias, manchmal auch als „Bankier“ bezeichnet, der sich bester Beziehungen zu den USA Machthabern und sogar zur CIA erfreut! Sollten diese Beziehungen nicht auch von Nutzen für den Sohn sein? Hat die CIA nicht ihre Zellen und Finger seit langem in Al Quaida, wie oft behauptet wurde?
Dann wäre nämlich erklärlich, was ein Zeuge im Internet behauptete: Er habe selbst gesehen, wie in Amsterdam Schiphol dieser Neger aus Niggeria ohne Paß (muß man sich mal vorstellen) mit einem Begleiter an den Kontrollen vorbeigeschleust und erst während des Fluges „entdeckt“ wurde! Was natürlich die veröffentlichte Meinung nicht der Welt bekanntmachte..
Das Ziel,: eine große Panik in der Welt zu erzeugen, darf man als voll gelungen bezeichnen. Das Geschäft mit der Angst blüht und hat die erwünschte Hysterie hervorgerufen.
Eine Meldung der Agentur Reuter vom 7-01-10 ist dem Internet (www.iraq-war.ru) entnommen, ob zum Lachen, Staunen oder Weinen sei dem Leser überlassen:
„FBI Sprecher Steve Dupre berichtete für Reuters:
Meadows Field Airport in Bakerfield, Kalifornien, wurde nach einen Vorfall für etliche Stunden geschlossen, Passagiere und Personal evakuiert und planmäßige Flüge umgeleitet.
Die Sache begann, als das Reisegepäck von Francisco Remirez, 31, Gärtner, in der Gepäck-Prüfungsanlage Alarm auslöste. US-Transport-, Sicherheits- und Verwaltungspersonal fanden fünf Gläser bzw. Flaschen mit einer „verdächtig aussehenden bernsteinfarbigen Flüssigkeit“. Proben, den Flaschen entnommen, meldeten positiv die Sprengstoffe TNT und TAPT. Als sie geöffnet wurden, bemerkten zwei der Prüfer einen starken chemischen Geruch, klagten über Schwindelanfälle und wurden schleunigst mit Krankenwagen in das nächste Hospital geschafft, wo sie untersucht wurden und bald danach entlassen werden konnten. Dies erklärte Kern County Sheriff Sprecher Michael Whorf.
Kern County Sheriff Deputierte, Feuerwehr, FBI Agenten und Mitarbeiter des „Vereinigten Terrorismus Sonderkommandos“ eilten zur vermuteten Terrorszene und verbrachten den ganzen Tag mit Verhören Remirez´, bis weitere Untersuchungen und Tests nachwiesen, daß die gefährliche Substanz nichts weiter als gewöhnlicher Honig war.
Remirez hatte Verwandte in Kalifornien besucht und den Honig in seinem Gepäck nach seinem Wohnsitz Milwaukee mitnehmen wollen.“
„Authorities shut down a Californian airport on Tuesday after a suspicious amber liquid in a passenger bag tested positive for explosives, only to be ultimately determined that the substance was honey“-
„Die Behörden schlossen am Dienstag einen kalifornischen Flughafen, nachdem eine verdächtige bernsteinfarbene Flüssigkeit bei Tests positiv als Sprengstoff bestimmt wurde, jedoch wurde die Substanz schließlich als Honig erkannt.“- so meldete die US-Presse lakonisch.
Was für Helden müssen die amerikanischen Sicherheitsexperten der Flughäfen sein, wenn sie vom Honigduft in Ohnmacht fallen! Zweifellos haben Attentats-Hysterie und Al Quaida-Hetze die ganze US-Bevölkerung verrückt gemacht.
Auf die Ausführung der Pläne der „Obama-Administration“ in betreff Jemen werden wir in nächster Zeit sicher mehr zu hören bekommen. Schon sind die ersten Bomben und Raketen von der US-Luftwaffe auf jemenitisches Gebiet geworfen worden. Daß sie Al Quaida treffen, ist unwahrscheinlich.
Es geht im Jemen gewiß um ganz andere Dinge. Wir dürfen hinter der Panikmache, die eben viel zu sehr nach Fernsteuerung aussieht, irgend ein schmutziges, aber ganz großes Geschäft für die US-Großbanken und –Unternehmen vermuten..
Wir werden wohl bald die Behauptung bestätigt finden, die man im Internet verbreitete, nämlich daß man in Jemen neue große Öl- und Erdgasvorkommen entdeckt hat.
- Georg Kausch -
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Die Sache mit dem Zins
11.2.2010 von MM.
- Angebot zur Abkürzung einer ermüdenden Diskussion
- Im Ringen um den rechten Weg für eine neue Geldverfassung wächst die Zahl der Anhänger des Gedankens, der Zins an sich sei im Geldwesen eine vollkommen harmlose Erscheinung; die eigentliche Gefahr gehe nicht vom Zins, sondern ausschließlich von der Hortung aus.
- So werden der Wachstumszwang und die Notwendigkeit der sich stetig ausweitenden Neuverschuldung, also letztlich auch das Wachstum der Guthaben, ganz ausschließlich der Hortung von Geld zugeschrieben.
- Die Hortung, heißt es dann weiter, könne aber nur durch eine Umlaufsicherungsgebühr unterbunden werden, niemals durch ein Zinsverbot.
- Das habe ich lange als zulässige “Meinungsäußerung” in einer offenen, auf gemeinsamen Erkenntnisgewinn gerichteten Diskussion angesehen und mich nur so weit dazu geäußert, wie ich direkt dazu angesprochen und um meine Auffassung befragt wurde. Dabei habe ich in großem Respekt vor den Gedanken und dem Erkenntnisstand meiner jeweiligen Partner viele, z.T. sehr ausführliche Diskussionen geführt.
- Da sich der Gedanke in den letzten Monaten im Internet jedoch epidemisch ausbreitet, sehe ich die Notwendigkeit, zu alledem heute noch einmal - so umfassend wie nötig und so abschließend wie möglich - Stellung zu beziehen.
weiter unterhttp://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/6.html
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Hans Holzinger: Wirtschaften jenseits von Wachstum?
1.2.2010 von MM.
Kurzfassung: Befunde
1) Der „westliche“ Industriekapitalismus der letzten 200 Jahre hat zu einer enormen Produktivität geführt. Das Welteinkommen ist im letzten Jahrhundert um 3000 Prozent gestiegen. Der Ausstoß an Gütern hat sich vervielfacht, die durchschnittliche Lebenswar- tung verdoppelt (KREIBICH 2004).
2) Die Gründe für dieses Erfolgsmodell liegen in einem bestimmten historischen Setting, dem Zusammenwirken von Naturwissen- schaft, Technik, kapitalistischer Wirtschaftsorganisation und ord- nungsrechtlicher Absicherung (UMBACH 2009, THUROW 2003).
3) Die Schattenseiten dieser „Produktivität“ liegen in einem histo- risch ebenfalls einmaligen Raubbau an den Naturressourcen, die zu einer Destabilisierung der Ökosysteme führten (KREIBICH 2004, RADERMACHER 2007).
4) Mehr noch: Das hohe Wirtschaftswachstum war nur möglich auf Basis der kostenlosen bzw. günstigen Verfügung über Naturres- sourcen (DALY 1999, 2001). Der Massenkonsum ist eng gekoppelt an die Ausbeutung der fossilen Energieträger (ALTVATER 2005, GLOBAL CHALLENGES NETWORK 2004, SACHS 2009, SAKAR 2009).
5) Die Ausbeutung der Natur und der Verbrauch der nichterneuer- baren Ressourcen in rasantem Tempo führen uns an die „Gren- zen des Wachstums“ (MEADOWS et al 1972, 1992, 2006; ERBRICH 2004, SLOTERDIJK 2002, HOLZINGER 2007).
6) Die geforderte Dematerialisierung bzw. Dekarbonisierung des Wirtschaftens ist bislang nicht gelungen. Effizienzgewinne wurden in der Regel durch Mengeneffekte aufgesogen. Statt Demateri- alsierung findet eine Transmaterialisierung, d.h. die Verlagerung des Ressourcenverbrauchs auf neue Konsumbereiche statt (SPANGENBERG 2007, JÄGER 2007, HENSELING 2009, HINTERBER- GER 2009).
7) Die Ausweitung des „westlichen“ Konsummodells – geändertes Ernährungsverhalten, autoorientierte Mobilität und geräteintensi- ve Haushalte – führt zur Verschärfung der Umweltkrise sowie der weiteren Verknappung der Ressourcen. Gesprochen wird von einer „globalen Verbraucherklasse“ (SACHS et al 2008).
8.) Die elementaren Lebensgrundlagen vieler ErdenbewohnerInnen sind dadurch bedroht. Die Klimakrise sowie die Verteuerung von Grundnahrungsmitteln durch die Ausweitung des Fleischkonsums auch in weniger fruchtbaren Ländern sowie durch Biodiesel ver- stärkt die Hungerkrise (ZIEGLER 2009, BOMMER 2009).
9) Die Gefahr von Ressourcenkonflikten verschärft sich, die Ratio- nierung der verbleibenden Rohstoffe zugunsten der Mächtigeren droht (RADERMACHER 2007, KHANNA 2008, ALTVATER 2009).
10) Der Kapitalismus führte jedoch nicht nur in die ökologische Kri- se, sondern „produziert“ immer wieder auch wirtschaftliche Kri- sen. So ist die 200-jährige Geschichte des Kapitalismus begleitet von Rückfällen und Rezessionen (EICHHORN/SOLTE 2009, SAKAR 2009).
11) Die Gründe dafür werden in der Instabilität des Finanzsystems, das zu Spekulation einlädt, in der Aufblähung des virtuellen Geldvolumens sowie in der zunehmenden Konzentration des Vermögens bei gleichzeitiger Anhäufung von Schulden bei den Kreditnehmern gesehen (BINSWANGER 2009, EICHHORN/SOLTE 2009).
12) Die Theorie der langen Konjunkturzyklen macht technologische Sprünge für das Auf und Ab der Wirtschaftsentwicklung ver- antwortlich. Bei Ausreizung der Produktivitätsvorteile einer Inno- vation komme es zu kurzfristigen Rückgängen des Wachstums, bis die neue Innovation gefunden ist (HÄNDELER 2004).
13) Als weiterer Grund für die immanenten Krisen des Kapitalismus werden Sättigungstendenzen bei hoher Produktivität genannt, auch wenn die klassische Wirtschaftstheorie von unbegrenzten Bedürfnissen ausgeht (REUTER 2007, HEDTKE 2009).
14) Die Akkumulationsdynamik – Kapital sucht nach Anlagemög- lichkeiten – zwingt zur permanenten Ausweitung der Konsum- angebote, die nach weitgehender Sättigung mit materiellen Gütern verstärkt in Unterhaltungsangeboten („Erlebniskapita- lismus“) gesehen werden (FIRLEI 2008).
15) Nach 1945 ist eine Stabilisierung des kapitalistischen Wirtschafts- systems gelungen, das in eine lange Phase der Prosperität führ- te. Über viele Jahrzehnte galt daher Wirtschaftswachstum als Schlüssel für das Versprechen, „Wohlstand für alle“ zu schaffen. Wirtschaftswachstum wurde zur Basis der modernen Wohlfahrts- staaten und damit zum Garant von Sicherheit, Demokratie und Frieden. Wachstum sei in diesem Sinne politisch leichter umzu- setzen als Verteilung (MARTERBAUER 2007, BOFINGER 2009).
16) Mit der Abkehr von geregelten Finanzmärkten und der generel- len Zurückdrängung staatlicher Regulierungen ab den 1970er- Jahren wurde der Weg der sozialen Marktwirtschaft mehr und mehr verlassen. Die gegenwärtige Finanzkrise wird daher mit der Abkopplung des Finanzkapitalismus vom Realkapitalismus (REICH 2007, SCHULMEISTER 2009a, b) sowie der zunehmenden Deregulierung des Finanzsystems (FELBER 2008, 2009, SCHER- HORN 2009) in Verbindung gebracht.
17) Wirtschaftswachstum gilt nach wie vor als zentraler Zukunfts- pfad, der den Erhalt von Wohlstand, sozialem Frieden und De- mokratie garantieren soll. Dabei werden unterschiedliche Ar- gumente ins Treffen geführt (AIGINGER et al 2006, MARTERBAU- ER 2007, AIGINGER 2009, NOWOTNY 2010).
18) Als wichtigstes Argument für Wirtschaftswachstum galt lange Zeit die Mehrung des Wohlstandes durch Konsumausweitung. Die Verfügbarkeit von mehr Gütern und Dienstleistungen sollte den Lebensstandard der Menschen permanent erhöhen. Das Ziel von Wirtschaften wurde definiert als Überwindung immer neuer Knappheiten (HEDTKE 2009).
19) Ergebnisse der Zufriedenheits- und Glücksforschung zeigen, dass die Zufriedenheit mit dem Einkommen steigt – dies jedoch nur bis zu einer gewissen Höhe. Jenseits dieser Grenze, die zwi- schen 10 -15.000 Dollar Jahreseinkommen angesetzt wird, ent- koppeln sich Zufriedenheit und Einkommen (LAYARD 2005, HOLZINGER 2006).
20) Als Gründe für dieses Phänomen werden etwa die Anspruchs- oder die Vergleichsfalle gesehen. Je mehr wir haben, umso mehr wollen wir dazu. Und: wir wollen haben, was andere auch haben (LAYARD 2005, JÄGER 2007, BINSWANGER 2008, HINTER- BERGER et al 2009). Güterbesitz kann auch zur Belastung wer- den, wenn er das Leben „besetzt“ und uns freie Zeit raubt (PAECH 2008, SACHS 2006, 2009).
21) Wohlstandsmehrung kann daher immer weniger als Argument für Wirtschaftswachstum herangezogen werden. Daher wird zunehmend mit der Sicherung des gegebenen Wohlstandes sowie der Sicherung der Sozialsysteme argumentiert. Nur wenn die Wirtschaft wächst, erhält der Staat genügend Einnahmen, um seine Aufgaben befriedigend wahrnehmen zu können (BO- FINGER 2009, AIGINGER 2009).
22) Als Sonderargument wird die Verschuldungsdynamik ange- führt. Wenn der Staat sich verschuldet, um seine Aufgaben wahrnehmen zu können, Zukunftsinnovationen anzustoßen bzw. in Wirtschaftskrisen Konjunkturimpulse zu setzen, steigt die Zinslast. Um diese bedienen zu können, müsse die Wirtschaft wachsen, damit auch die Staatseinnahmen entsprechend wachsen (AIGINGER 2009).
23) Ein starker Staat gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten wird mehrheitlich als notwendiger Garant von sozialen Sicherungs- systemen gesehen. Dieser ist aber nicht nur von Wirtschafts- wachstum abhängig, sondern auch von der Fähigkeit, die Staatseinnahmen auf alle „Schultern“ fair zu verteilen (MARTER- BAUER 2007, BUTTERWEGGE 2008, STIGLITZ 2009, BOFINGER 2009, v. WEIZSÄCKER 2009, FELBER 2009).
24) Eng verknüpft mit der Funktionstüchtigkeit des Sozialstaats so- wie der sozialen Sicherung ist die Niedrighaltung von Arbeitslo- sigkeit. Ein zentrales Argument für Wirtschaftswachstum liegt daher im Ziel, dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen (LEITL 2009, PICHLER 2009).
25) Wirtschaftswachstum wird mehrheitlich noch immer als Weg für die Schaffung neuer Arbeitsplätze gesehen. 1,5 Prozent Wirt- schaftswachstum gelten als „Arbeitslosigkeitsschwelle“, mindes- tens 2 Prozent als Grenze, um Arbeitslosigkeit zu verringern – „Beschäftigungsschwelle“ (MARTERBAUER 2007).
26) Dem Argument von „Jobless Growth“ wird entgegengehalten, dass Investitionen zwar zu weiteren Rationalisierungen führen. Der Produktivitätszuwachs ermögliche jedoch Beschäftigung in neuen Bereichen, insbesondere im Dienstleistungssektor, der weniger rationalisierbar sei (BOSCH et al 2004, MARTERBAUER 2007, SPITZNAGEL 2007).
27) Dennoch mehren sich die Stimmen jener, die eine Rückkehr zur alten Vollbeschäftigung trotz Wirtschaftswachstum für nicht mehr möglich halten (VOBRUBA 2000, MARTERBAUER 2007). Demnach müsste das verbleibende Arbeitsvolumen besser ver- teilt werden.
28) Umweltschutz können sich nur hoch entwickelte Volkswirtschaf- ten leisten, so lautet eine Theorie der ökologischen Modernisie- rung. Dies stimmt wohl auch bis zu einem gewissen Grad: Deut- sche Kohlekraftwerke sind weniger Umwelt schädigend als chi- nesische (JÄNNICKE 2009).
29) Zugleich werden im Klima- und Umweltschutz neue Wachs- tumspotenziale gesehen. Gesprochen wird von einem „New Green Deal“ (NIEBERT/MÜLLER 2009, JÄNICKE 2009) oder einem grünen Keynesianismus (SACHS 2009, STIGLITZ 2009).
30) Andere warnen vor zu großem Optimismus hinsichtlich ökologi- scher Strukturwende. Da erneuerbare Energieträger teurer sein werden als die fossilen Rohstoffe in ihrer „Blütezeit“, werde sich die Wirtschaft auf Schrumpfungen einstellen müssen (EXNER et al 2008, SAKAR 2009, bedingt SACHS 2009).
31) Umweltschutzkosten zählen zu den Defensivkosten. Sie „rentie- ren“ sich volkswirtschaftlich dann, wenn Nichthandeln noch teurer käme (STERN 2009). Notwendig ist jedenfalls eine ganz-heitliche Strategie, die Effizienz (sparsamere Technologien), Konsistenz (der Natur angepasste Technologien, z. B. Solarin-dustrie) und Suffizienz (Weniger) verbindet (SACHS et al 2008, NIEBERT/MÜLLER 2009). Ökologische Modernisierung muss sich immer daran messen lassen, ob der Ressourcenverbrauch so- wie die Emission von Schadstoffen sinken (DALY 2001).
32) Der zentrale Grund für Wirtschaftswachstum wird schließlich im System des kapitalistischen Wirtschaftens, sprich dem Kredit- und Zinswesen, gesehen. Unternehmen verschulden sich in der Hoffnung, durch die Investition einen Mehrertrag über die Kre- ditkosten hinaus zu erwirtschaften (BINSWANGER 2006).
33) Auch privater und öffentlicher Konsum werden zu einem we- sentlichen Teil über Kredit finanziert und erfordern daher zur Deckung des Schuldendienstes eine Steigerung der Einnah- men, was Wirtschaftswachstum erforderlich mache (MARTER- BAUER 2008, BOFINGER 2009, SAKAR 2009).
34) Zugleich wird in der Verschuldungsdynamik die Gefahr zunehmender Abhängigkeit der Schuldner von den Gläubigern ge- sehen, was die Vermögenskonzentration zuspitze und die Wirt- schaft destabilisiere (COHEN 2006, JENNER 2008, EICHHORN/ SOLTE 2009).
35) Manche AutorInnen sehen den Destabilisierungsfaktor insbe- sondere im Zinseszinssystem, welches eine immanente Wachs- tumslogik sowie eine Umverteilungsdynamik zugunsten der Vermögenden erzeuge (PLETTENBACHER 2009, KENNEDY 2009, LIETAER 2009).
36) Die Verschuldungsdynamik sowie die permanente Steigerung der Gewinnerwartungen auf den Finanzmärkten bzw. Börsen können somit als wesentlicher Motor für den Wachstums- “zwang“ der Wirtschaft angesehen werden, der jedoch zugleich zur Destabilisierung der Realwirtschaft führt (SCHER- HORN 2009, SCHULMEISTER 2009a).
37) Die Aufblähung des Finanzmarktvolumens durch „Schwellgeld“ sowie die Finanzierung von Finanzgeschäften über Derivate führt zu destabilisierenden Blasen. Nach deren Platzen nehmen die Banken die Kredittätigkeit stark zurück, was in die Rezession führt (EICHHORN/SOLTE 2009, SAKAR 2009).
38) Manche erklären Rezessionen vornehmlich mit der (vorüberge-henden) Sättigung von Märkten sowie der Verteuerung des Faktors „Natur“, was in Zukunft zwangsläufig zu Schrumpfungs- prozessen führen werde (SAKAR 2009).
Laden Sie sich das vollständige Dokument herunter:
http://www.wachstumimwandel.at/wp-content/uploads/Zukunftsdossier-Wachstum-JBZ.pdf
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