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Archive für März 2009
Spruchsammlung
8.3.2009 von MM.
Manchmal könnte man denken Freiwirte sind keine geselligen Wesen sondern Einzeller. (Harald Heidenreich) “Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.” (Karl Valentin) Wir werden wieder lernen, unsere Fahrräder selber zu flicken und unsere Knöpfe anzunähen. Die Zeit des Wachstums ist vorbei. (Niko Peacc)
Geschrieben in Grundsätzliches | Drucken | 2 Kommentare »
Aus dem Freiwirte-Forum / Energie als Wertmaßstab?
8.3.2009 von MM.
… Als zukünftige Werteausrichtung sehen wir Kilowatt als eine feste Angabe, die mit der Einführung neuer Energietechnologie einher gehen. Mit Sylvio Gesell hört das Latein nicht auf sondern ist nur eine Grundlage.
++++++++
2.3.2009 info@michael-musil.de
Der Ansatz ist auch im Regiogeldmodell des TRW zu finden. Wir gehen auf kJ (KiloJoule)
Ausgehend von der Tatsache, dass alles Leben auf der Erde primär von der Sonne abhängig ist, scheint mir der Gedanke sehr sinnvoll zu sein. In dem Modellprojekt eines BGE auf regionaler Basis (siehe http://www.tauschring-ww.de) wurde als Maßstab die Regel: „ 1 Stunde mittelschwere körperliche Arbeit = 36 [Wert-Einheiten] und daraus abgeleitet vom Grund- und Arbeitsumsatzes eines gemittelten Menschen in kJ: 1 Stunde = 36 [Wert-Einheiten] = 500 kJ.
Das ist der Wert von 0,07 WE pro kJ
Bezogen auf die menschliche Arbeitsleistung lässt sich so ein realer Gegenwert aller energieträchtigen Gegenstände ermitteln. Demnach müsste 1 Liter Heizöl = 42.000 kJ x 0,07 = 3067,- WE oder 85,2 Stunden mittelschwere Arbeit entsprechen.
Daran lässt sich leicht erkennen, dass die „billige“ Energie – die heute weitgehend menschliche und tierischer Arbeitskraft substituiert – in keiner Relation zum heutigen Preis steht.
Nach ökonometrischen Untersuchungen einer interdisziplinären Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Karlsruhe, Köln und Würzburg lag die Produktionsmächtigkeit (Produktionselastizität) der Energie, welche als Maß für die Leistungsfähigkeit der Energie (genauer: für ihren Einfluss auf Veränderungen der Gesamtwertschöpfung) dienen kann, in Deutschland im Mittel der Jahre 1960 bis 1999 bei 41%, die der menschlichen Arbeit hingegen bei lediglich 12%.
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3.3.2009 stuff@privatseiten.info
3.3.2010
Klasse, genau die Richtung. sehr zu empfehlen von dir: http://www.muslix.de/TRW/Der%20Masstab.pdf - genau zu den Themen ist auch noch Einiges zu tun. Ob nun Kilowatt oder Joule (zum Glück kann man das ja umrechen) Allerdings bezieht sich Kilowatt auf die Leistungen der neuen Technologien. Wer sich in der Richtung informiert, ist derzeit nicht schlecht beraten - allerdings ist “zukünftige Werteausrichtung” erst ein Thema nach dem angeblichen Crash.
Da sich die Weltbevölkerung kontinuierlich verdoppelt und somit auch die Zahlungsmittel ausgedehnt werden müssen, ist Golddeckung nicht möglich - die Maßnahme Geld vom Gold und Silber zu trennen war also schon vor einiger Zeit nötig. In der zukünftigen Ausrichtung muss Geld also an physische Werte gekoppelt sein und einen Realitätsbezug haben - um damit auch einen festen Wert zu erreichen. Diese Werte sind nun mal Energie, mit der sich alles Geschehen berechnen lässt.
Genau aus dem Grund habe ich Gesell auch nur als Grundlage bezeichnet. Umlaufsicherung im lokalen Bereich ist erstmal ein gutes Argument für Handelstreibende und bringt Schwung in die marode Wirtschaft.
Doch als endgültige Lösung einer neuen Werteausrichtung im Geldsystem ist das eben noch nicht ausreichend. In einer Welt mit Zinsgeld ist negativer Zins nicht verkehrt, jedoch muss es als Ergebnis ein Wertesystem geben das weder als Schuld- noch als Schwundgeld funktioniert.
Kurz und knapp muss man sagen, das Geld nur zum Austausch von Leistung benötigt wird - Leistung hat Werte und ist begründet auf Energieaustausch in jeder Ebene. Wer sich da zum Thema Ökonomie Gedanken macht wird schnell auf neue Erkenntnisse stoßen. Die Bücher von Gesell sind also nicht die “Bibel der Wirtschaft” wenn man sich über dem Tellerrand um sieht.
ps: klasse Arbeit Michael, zur zukünftigen Werteausrichtung gibt es auch ein Interviev mit Uwe und Andreas Clauss:
http://www.lnc2010.informiert.tv/Fernsehen-online/Programm/2413-Physische%20%D6konomie%20und%20zuk%FCnftig%20m%F6gliche%20Werteausrichtung%20des%20Geldes.html
(Ich verdiene nix dran - auch meine Webseiten sind Werbefrei - allerdings ist das eine Empfehlung für sehr gute Infos für ein verhältnismäßig geringes Entgelt.)
psps: Wer sich auf dieser Ebene unterhalten möchte ist auch herzlich eingeladen: http://www.regiogeld-forum.de/ (Ich denke das es noch viel zu lernen gibt ![]()
Sebastian Seifert
++++++++
5.3.2009 turnusgleich@yahoo.de
“Nach ökonometrischen Untersuchungen einer interdisziplinären Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Karlsruhe, Köln und Würzburg lag die Produktionsmächtigkeit (Produktionselastizität) der Energie, welche als Maß für die Leistungsfähigkeit der Energie (genauer: für ihren Einfluss auf Veränderungen der Gesamtwertschöpfung) dienen kann, in Deutschland im Mittel der Jahre 1960 bis 1999 bei 41%, die der menschlichen Arbeit hingegen bei lediglich 12%.”
Ohne diese Untersuchungen näher zu kennen, läßt sich schon anhand dieser kurzen Information absehen (nämlich ihrer “Ergebnisse
in Prozentangaben”), daß ihr Studium wenig lohnenswert sein dürfte: Menschliche Arbeit umfaßt nämlich nicht nur ökonomisch-physikalisch meßbare Kriterien, sondern ebenso psychisch-dynamische (was immer auch “ökonometrisch” zu bedeuten haben soll)!
Nehmen wir als Beispiel die sicherlich auch körperlich nicht leichte Arbeit einer Altenpflegerin: Wie wird in dieser Studie -neben der
körperlichen Arbeitskomponente- erfaßt, in welcher Art und Weise die Zuwendung zum Klienten sowie das Eingehen auf seine
Wünsche und Bedürfnisse geschieht - oder ob eben lediglich gilt: “gewickelt, gefüttert, medikamentiert” und “fertig”?
Wie wird die Arbeit eines Pädagogen bewertet? einer “Hausfrau und Mutter”?
Außerdem klingt der Begriff “Veränderung der Gesamtwertschöpfung” verdächtig nach Kriterien, die eher etwas mit Globalisierung zu
schaffen haben, als mit ernsthaften Gedanken zu alternativen Geldsystemen.
Holger Hirt
+++++++
5.3.2009 Herres@thet.upb.de
Sehr geehrter Herr Hirt,
ich stimme Ihnen voll zu, was sie geistigen Anteile der Arbeit von Pflegerinnen, Müttern, Erziehern, usw. angeht.
Diese Wirtschaftswissenschaftler haben aber fast immer nur die industrielle Produktion im Sinn. Können Sie die Arbeit eines Juristen, Mediziners, Musikers oder Schauspielers in kWh ausdrücken? Die Kategorien der Wirtschaftslehre sind dort alle unangebracht.
Die geistige Leistung der Mechaniker, Ingenieure und Wissenschaftler kann man aber genauso wenig in kW ausdrücken. Ohne die steuernd und kontrollierend eingreifende Hand des Menschen, ob nun direkt oder indirekt in der Programmierung eines Schweißroboters, wäre auch die ganze aus Erdöl gewonnene Energie nutzlos.
In der Diskussion habe ich manchmal den Eindruck, dass der Unterschied zwischen Kilowatt und Kilojoule nicht allen bekannt ist.
kW ist eine Leistung, die z.B. die Antriebsleistung eines Autos angibt.
kJ ist dagegen eine Arbeit, also Leistung mal Zeit. In einer Stunde wird in einer Kochplatte der Leistung 1 kW die Arbeit 1kWh = 3600 kJ verbraten. (W*s = J)
Legt man nun die Arbeitseinheit 1 kWh als Geldmaßstab zu Grunde, wird die unterschiedliche Fähigkeit der alten und neuen Technologien nicht berücksichtigt. Mit einem Kohlekraftwerk können Sie für ca. 0,05 Euro 1kWh elektrischen Strom erzeugen, ein Photovoltaikpanel ist noch nicht so günstig, da kostet es noch ca. 0,4 Euro, abhängig vom Standort. Würde man also die Energieeinheit als Maßstab nehmen, würden die neuen Technologien niemals den erwünschten Anteil an der Energie-”erzeugung” erreichen, weil die Gewinnspanne zu klein oder gar nicht vorhanden wäre. Um das auszugleichen müßten die alten Technologien (Kohle, Kernkraft) ihre externalisierten Kosten - die wir am Ende ja auch bezahlen - internalisieren. Dann würde Strom aus Kohle ca. 0,3 Euro kosten, aus Atomenergie würde er unbezahlbar. Oder wie sollte man die Kosten der Lagerung und Bewachung der abgebrannten Brennstäbe über einige hunderttausend Jahre vernünftig in den Preis des Stroms hineinrechnen?
Ein Mittelwert aus lebenswichtigen Gütern, die weltweit gehandelt werden, gäbe vermutlich einen besseren Maßstab ab. Bernard Lietar hat einen entsprechenden Vorschlag gemacht mit dem Konzept “Terra” als weltweite Handelswährung, die durch Güter gedeckt ist. Dabei ist GOLD ausdrücklich nicht im Warenkorb.
Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Herres
+++++++++
5.3.2009 info@michael-musil.de
Hallo Herr Hirt, Herr Herres,
Sie haben natürlich beide recht mit Ihren Argumenten. Allerdings sehen Sie in Ihren Argumentationen den “Maßstab” Energie immer aus der heutigen wirtschaftlichen Position.
Der Mittelwert aus “lebenswichtigen Gütern” basiert dann wieder auf einem System ohne Maßstab, da der Wert der Willkür des Marktes unterliegt. Da können wir auch alles belassen wie es ist.
Bekanntlich ist das Gehirn das Organ, welches die meisten kJ verbraucht. Daher muss auch diese Leistung entsprechend gewürdigt werden. Um aber eine griffige Regelung zu finden wurde in unserem Modell die Regel:
1 Stunde (mittelschwere körperliche Arbeit) = 36 WE = 500 kJ
Die 36 stammt dabei aus der Überlegung, dass “Geld” anthropogen ist und mit einem solchen Maßstab unveränderbar an das menschliche Wesen geknüpft sein sollte. Unveränderbar am Menschen ist im Prinzip nur die Körpertemperatur solange der er lebt. Um zu leben, muss er sich aber die dafür notwendige Energie zuführen, und zwar ca. 12.000 kJ am Tag. Die müssen beschafft werden! Wenn das über das Substitut “Geld” geschieht, dann muss dieses “Geld” das Existenzminimum ermöglichen und darf nicht der Willkür “marktwirtschftlicher Spielchen” unterliegen, von denen nur ein kleiner Teil der Marktteilnehmer profitiert.
Ich hoffe zur Erklärung unseres Ansatzes beigetragen zu haben.
Gruß M.Musil
+++++++
6. März 2009 stuff@privatseiten.info
Wie gesagt geht es um die zukünftige Werteausrichtung der Währung. Zukünftig heißt auch sich mit sehr komplizierten Thematiken auseinander setzten zu müssen. Bisher ist dies nur auf einen kleinen Kreis begrenzt, der beste Vorarbeit leistet, den unvermeidlichen Zusammenbruch der derzeitigen Systeme bestmöglich zu meistern. Und hiermit möchte ich doch gerne nochmal allen Menschen danken die sich so intensiv in der derzeitigen Situation ein setzen, die Apokalyptischen Vorstellungen der vorherrschenden Propaganda von den Menschen fern zu halten und einen friedlichen Übergang in die gerechte, neue Weltordnung mit allen Kräften unterstützen.
Die zukünftige Werteausrichtung ist also Zukunftsdenken - aktuell ist Wertesicherung und der Schutz der Allgemeinheit vor der allgemeinen Enteignung in einem System, das Vermögen von Arm nach reich systematisch transferiert im Fokus.
Ich bin nur von der Presse, die angeblich nichts berichtet - vielleicht merkt ihr ja das ich berichte, mit Informationen die jegliches Vorstellungsvermögen sprengen.
Vielleicht solltet ihr ja mal überlegen was es heißt, das ein ganzes Imperium fällt. Mir geht es um die Story - vielleicht lesen manche nicht mehr die alten Massenmedien - vielleicht versteht ja noch jemand das ich über euch berichte und meine Zukunft liebe - Hiroshima fand ich nicht so toll - doch es begann ein neues Zeitalter.
Von mir habt ihr eine Unterstützug die Jahre braucht um sie zu verstehen. Verstehen müsst ihr selbst, ab nun übernimmt der Weltrat der Organisationen.
lieben Gruß Sebastian Seifert
+++++++
Geschrieben in Grundsätzliches | Drucken | 8 Kommentare »
Gold und Frieden?
3.3.2009 von MM.
Gold als Ursache für Unfrieden? <---- Klicken für Word.doc
Ehret Lykurg, er ächtet das Gold, die Ursache aller Verbrechen - Pythagoras
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